Umweltschutzzug Rauenberg-Wiesloch

Weshalb gibt es bei der Feuerwehr einen Umweltschutz-Zug?
Nach einer Zielvorgabe des Landes Baden Württemberg wurden alle Stadt- und Landkreise mit Gerätewagen-Gefahrgut (GW-G) ausgestattet. Im Rhein-Neckar-Kreis wurden zwei dieser GW-G´s stationiert: der eine in Weinheim, um Gefahrguteinsätze im nördlichen Kreisgebiet abzudecken, der andere in Rauenberg für das südliche Kreisgebiet. Das Rauenberger Fahrzeug ist in den Gefahrgutzug der Freiwilligen Feuerwehren Rauenberg und Wiesloch integriert.
Gefahrguteinsätze stellen an die eingesetzten Kräfte besondere Anforderungen. Von den Führungskräften und Einsatzleitern erfordern sie das Einschätzen und Beurteilen ungewohnter und komplexer Gefahrenlagen und daraus folgend den Einsatz neuer Techniken in der Schadensabwehr.

 

Weshalb bilden zwei Feuerwehren diesen Zug?
Da auf das Einsatzpersonal von zwei Feuerwehren zurückgegriffen werden kann, ist auch bei zeit-, material- und personalintensiven Einsätzen gewährleistet, dass genügend Einsatzkräfte zur Verfügung stehen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass Einsätze unter Zugstärke kaum zu bewältigen sind.
Bei Einsätzen außerhalb der Städte Rauenberg und Wiesloch ist dadurch auch die Erledigung der übrigen Feuerwehraufgaben (Brandschutz und Hilfeleistung) weiterhin sichergestellt.

 

Struktur des Zuges
Der komplette Zug besteht aus sieben Fahrzeugen, vier davon aus Rauenberg, drei aus Wiesloch.

 

Rauenberg:
ELW: Wird als Messfahrzeug vor Ort eingesetzt. Die Besatzung des Fahrzeuges hilft beim Aufbau des Grobreinigungsplatzes. Sie werden dann auch als Messtrupp eingesetzt. Zur Beladung gehören unter anderem Funkgeräte, diverse Messgeräte, Einsatzliteratur, Atemschutzgeräte, Atemschutzmasken, uvm.
LF 16: Die Mannschaft des LF 16 führt den Angriff unter Chemieschutzanzügen durch.
GW-G: Der GW-G ist das Herzstück des Umweltschutz-Zuges. Er hat die Aufgabe, die Materialien bereit zu stellen, die der Trupp unter dem Chemieschutzanzügen braucht. Zur Beladung gehören Auffangbehälter, verschiedene Pumpen, Absperrmaterial, Chemieschutzanzüge, Dichtungsmaterial, uvm.
MTW (Abt. Rotenberg): Der MTW der Abteilung Rotenberg wird als Außenmessfahrzeug eingesetzt. Sie führen Messungen außerhalb einer Ortschaft oder Stadt durch.

 

Wiesloch:
ELW 1: Der ELW der Kameraden aus Wiesloch ist die Einsatzleitung des Zuges. Hier kommen alle notwendigen Informationen zusammen. Hier findet auch die Stoffidentifikation und Einsatzdokumentation statt.
RW 2: Die Mannschaft des RW 2 ist für die Stromversorgung und die Beleuchtung zuständig. Desweiteren wird Sie zweiter Messtrupp.
TLF 24/50: Das Tanklöschfahrzeug stellt den 3-fachen Brandschutz (Wasser, Schaum, Pulver) sicher. Sie betreiben auch den Grobreinigungsplatz.